Brunch im Le Pain Quotidien Martyrs

Brunch im Le Pain Quotidien von blog.yoolia.info

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Als mein Mitbewohner vorgeschlagen hat, dass wir alle mal wieder gemeinsam Essen gehen sollten, war ich begeistert. T. ist nicht nur ein absoluter Kaffee-Spezialist, sondern findet auch mit Sicherheit immer die besten Restaurants. Ein leckerer Brunch nahe Montmartre sollte es werden, was die liebe A. vor Verzückung fast nicht mehr schlafen ließ. Die Freude hatte dann allgemein etwas nachgelassen, als wir erfuhren, wohin wir gehen. Was für ein Frevel! In der Stadt der unzähligen Bistros, Brasserien und Restaurants gehen wir ausgerechnet in eine belgische Ladenkette. Zum Glück haben wir uns von unseren Vorurteilen nicht abhalten lassen und sind zum Sonntagsbrunch ins „Le Pain Quotidien“ in der Rue des Martyrs gegangen.

 

Brunch im Le Pain Quotidien von blog.yoolia.info Schon beim Betreten merkt man, dass diese Bäckerei-Kette aus Leidenschaft entstanden ist. Der Gründer Alain Coumont wollte das Brot seiner Kindheit in sein Leben zurück holen und konnte es nirgendwo in Brüssel finden. Glücklicherweise ist er damals (1990) schon Bäcker gewesen und hat kurzerhand sein eigenes Geschäft eröffnet. Die gesamte Geschichte kann man hier nachlesen.

Brunch im Le Pain Quotidien von blog.yoolia.infoDas Menü ist bis auf einige Säfte (warum?!) zu 100% biologisch und macht einem schon beim Durchlesen den Mund wässrig. Deswegen habe ich mich für den riesigen und durch und durch veganen Brunch Botanique entschieden. Wie man auf der Karte links sehen kann, gibt es Taboulé aus Quinoa, gegrilltes Gemüse (Auberginen, Zucchini und Paprika), Avocado, Hummus, Knuspermüsli mit Früchten, Nüsse und Rosinen auf Joghurt (ich muss mal davon ausgehen, dass dieser aus Soja ist…), eine super leckere Gemüsesuppe, knackigen Salat und frisch gepressten Orangensaft.

Brunch im Le Pain Quotidien von blog.yoolia.info

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Mein Heißgetränk, das man sich noch zusäzlich aussuchen kann, ist eine nicht vegane, aber hammer leckere heiße Schokolade geworden, die den Namen tatsächlich verdient hat. Man bekommt eine große Tasse aufgeschäumte Milch und ein Kännchen geschmolzene Zartbitterschokolade und kann dann im siebten Himmel schweben, bis das Essen am Tisch ankommt. Die Hand, die hier so dekorativ eingießt gehört zu jener besagten A. von Blue Paper Planes, die so begeistert von Brunch ist, dass sie gleich in ihrem Blog davon berichtet hat. Wem die Fotos hier bekannt vorkommen – sie hatte ihre Kamera vergessen und ich habe ihr meine Bilder zur Verfügung gestellt, da ohne ihre Speicherkarte, die ich mir ausgeliehen habe, auch bei mir sonst nur die beiden Handybilder den Beitrag zieren würden (Findet ihr sie?).

Zusätzlich zu diesen himmlischen Leckereien gab es einen Brotkorb mit gigantischen Ausmaßen für unsere Gruppe und diverse Aufstriche und Marmeladen, die man sich beim Kellner erfragen oder von den Nachbartischen erbetteln musste. Nichts für schüchterne Zeitgenossen, aber genau das richtige für mich! Das Ziel der Bäckerei ist es, dass wir uns wie zu Hause oder bei Freunden fühlen. Das gelingt sehr gut durch die rustikale Einrichtung mit großen Holztischen, Kochbücher, die offen herumliegen und die netten Kellner. Das Essen war ausnahmslos lecker, mit hochwertigen Zutaten, perfekten Zusammenstellungen und mehr als reichlich! So kann man auch über die gesalzenen Preise hinwegsehen und einen wunderschönen Sonntagvormittag in Paris genießen. Enjoy

Brunch im Le Pain Quotidien von blog.yoolia.info Wer nach diesem Festessen noch Platz für einen besonderen Kaffee hat, dem sei das KB Café ans Herz gelegt. Nur 2 Gehminuten entfernt und auf dem Weg zur Metro gelegen. Hier kann man sich auch sehr guten Kaffee aus Berlin kaufen, wenn einen das Heimweh plagt, oder man einfach nur sehr gute Bohnen möchte, die zum Glück wenig mit französisch bitterem Kaffee zu tun haben!

Von meinen Begleitern habe ich mir sagen lassen, dass der Brunch Royal mit geräuchertem Lachs (wie auf dem Foto) sehr exquisit schmeckt (ich zitiere hier nur A. 😉 ) und auch über den Paysan Brunch habe ich nur gutes gehört.

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